Feste

Jährliche Feste in Indien und wo sie am ausgiebigsten gefeiert werden:

Pongal Januar Südindien / Tamil Nadu
Holi März Nordindien
Schlangenboot-Rennen August Kerala
Onam September Kerala
Ganesh Chaturthi September Maharashtra, Goa
Deepavali / Diwali November All over India
Weihnachten Dezember All over India

Pongal
Das dreitägige Erntefest wird in Tamil Nadu und Andhra Pradesh als Pongal und in Karnataka und Maharashtra als Sankranti bezeichnet. Es zählt zu den wichtigsten Festen Südindiens. An Pongal wird die eingeholte Ernte und das Ende des Südost-Monsuns gefeiert. Jeder der drei Festtage ist von besonderen Ereignissen geprägt. Das Fest beginnt mit einer symbolischen Reinigung. So werden in Tamil Nadu am ersten Pongal-Tag alte Dinge verbrannt, die sich nicht mehr in den Haushalten oder in der Landwirtschaft verwenden lassen. Der zweite Tag ist der eigentliche Festtag. An diesem Tag bewegt sich die Sonne vom Wendekreis des Krebses wieder zum Wendekreis des Steinbocks, was traditionellerweise als ein besonders günstiger Zeitraum betrachtet wird. An Mattu Pongal, dem dritten Festtag, danken die Farmer den Nutztieren für ihre Mitarbeit beim Anbauen und Ernten.
Kühe und Ochsen werden gewaschen und mit Blumengirlanden geschmückt, ihre Hörner poliert und in kräftigen Farben neu gestrichen. Vielerorts wird das Fest um einen vierten Tag erweitert, dem sogenannten Kaani Pongal, an dem die jüngere Generation von Haus zu Haus zieht und den Segen der älteren erbittet. In Chennai veranstaltet der Kandaswamy-Tempel eine Rath-Yatra (Tempelwagenprozession). In Madurai, Thanjavur und Tirichirrapalli, wo Pongal auch Jallikattu genannt wird, versuchen Wagemutige, die Geldscheine abzureißen, die an die Hörner der Stiere gebunden sind. Ganze Dorfgemeinschaften feiern mit gemeinsamen Mahlzeiten, die aus den frisch geernteten Feldfrüchten zubereitet werden.

Holi
Holi ist in erster Linie das indische Frühlingsfest. An diesem Tag bewerfen sich die Menschen in ausgelassener Art und Weise mit Gulal (Farbpuder). Alle machen mit: Alt und Jung, Mann und Frau, Arm und Reich. Alle sozialen Unterschiede und Barrieren sind für diesen einen Tag außer Kraft gesetzt. überall herrscht Lachen und ungezügelte Fröhlichkeit. Holi wird auch mit verschiedenen Legenden aus den Puranas assoziiert, wie zum Beispiel mit der Geschichte von Holika, der Schwester des Dämonen Hiranyakashipu. Die Legende berichtet, dass Hiranyakashipu seinen Sohn Prahlaada auf drastische Weise von seiner Verehrung für den Gott Vishnu abbringen wollte. Nachdem mehrere Versuche gescheitert waren, überredete er seine Schwester Holika, mit Prahlaada in ihren Armen in ein Feuer zu springen. Denn Holika hatte einst die Gabe erhalten, vom Feuer nicht verwundet zu werden.
Doch war diese Gabe aufgrund der ihrer Verfehlung gegen den Gottesverehrer nicht mehr wirksam als sie mit ihm in die Flammen sprang. Sie selbst verbrannte zu Asche und Prahlaada blieb unversehrt.

Nehru Cup Schlangenboot-Rennen
Das bekannte Ereignis findet jedes Jahr am zweiten Wochenende im August in Alleppey (Allapuzha) statt. Mehrere extrem lange und schlanke Holzboote mit prachtvoll dekoriertem Heck und bemannt mit bis zu 100 Ruderern unter glänzenden Seidenschirmen nehmen an diesem Wettbewerb teil. Das Rennen wird von den Ufertribünen aus von mehreren tausend Zuschauern beobachtet. Das jährliche Ereignis zelebriert die seefahrende und kämpferische Tradition Keralas.

Onam
Onam ist ein beliebtes Fest in Kerala, mit dem die Gaben der Natur und ein gutes Erntejahr gefeiert werden. Die festliche Atmosphäre wird in jedem Haus durch Blütendekorationen betont. Spektakuläre Prozessionen der Tempelelefanten, Feuerwerke und Kathakali-Tanzvorstellungen sind ein integraler Bestandteil des Festes. Doch das aufregendste Ereignis sind zu Onam die Bootsrennen, die am eindrucksvollsten in Aranmula oder Kottayam zu sehen sind. über hundert Männer rudern die langen und grazilen Boote, auf denen purpurne Seidenschirme befestigt sind. Die Anzahl der Schirme, die mit Goldmünzen und Tasseln geschmückt sind, betont den sozialen Status der Bootseigentümer. Die Männer rudern zum Rhythmus von Trommeln und Zimbeln, die in jedem Boot geschlagen werden.

Ganesh Chaturthi
Ganesha, der elefantenköpfige Sohn von Shiva und Parvati, wird überall im hinduistischen Kulturkreis als Gott der Weisheit verehrt. Ganesh Chaturthi ist ein ihm geweihtes Fest und wird in den Bundesstaaten Maharashtra, Tamil Nadu, Karnataka und Andhra Pradesh zelebriert. Um Ganesh Chaturhi schätzen zu lernen, muss man nach Mumbai reisen, wo die Festvorbereitungen schon einen Monat in voraus beginnen. Speziell angefertigte Statuen von Ganesha werden in den Haushalten und an öffentlichen Orten aufgestellt und aufwendige Arrangements sorgen für Licht und Dekoration. Ganesha wird 7 – 10 Tage verehrt. Am letzten Tag der Chaturthi bewegen sich, begleitet von Trommeln, Tänzen und Verehrungsgesängen, mehrere tausend Prozessionen zum Strand von Mumbai, wo die heiligen Idole im Meer versenkt werden.

Deepavali oder Diwali
Deepavali oder Diwali, das Lichterfest, das im Oktober oder November gefeiert wird, symbolisiert den Sieg der göttlichen über die dämonische Kraft. In Indien ist Deepavali gleichbedeutend mit Feuerwerkskörpern und kleinen öllichtern in Tonschalen, die rund um die Häuser entzündet werden, um Lakshmi, die Göttin des Wohlstands, willkommen zu heißen. Das Lichterfest ist das fröhlichste und lauteste aller indischen Feste. Die Festlichkeiten beginnen bei Sonnenaufgang, wenn die Familienmitglieder nach einer Ölmassage und einem Bad zu einer Andachtszeremonie zusammenkommen. Im Anschluss stürmen die Kinder sofort nach draußen, um den Tag mit lauten Knallkörpern zu begrüßen. Für Jains hat das Deepavali-Fest noch eine andere Bedeutung, denn es war an diesem Tag, dass Mahaveera die ewige Seligkeit des Nirwana erreichte.

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