Himalaya – Sehenswertes

Auli
Auli liegt eingebettet zwischen den schneebedeckten Bergkuppen des Garhwal Himalaya im Chamoli Distrikt des indischen Bundesstaates Uttarakhand, in der Nähe der bekannten hinduistischen Wallfahrtsstätte Badrinath. Auf einer interessanten Trekking-Route lässt sich das atemberaubende Bergpanorama der landschaftlich extrem reizvollen Region am besten genießen. Zu den umliegenden Berggipfeln zählen der Mana, Kamet und Kanda Devi. Die 270˚ Aussicht lässt jeden Reisenden die Mühen der langen Anreise vergessen. Auch die Bedingungen zum Skifahren sind ideal. Auli wird oft als ein Skiparadies gepriesen, das mit den besten Ski-Resorts in der Welt verglichen werden kann. Ein Skilift und ein Sessellift verbinden die oberen und unteren Hänge, die hervorragend präpariert sind. Skifahrer können fast 20 km unberührte Hänge genießen, die von Anfängern und Experten für Querfeldeinfahrten, Slaloms und Abfahrtsläufe genutzt werden. Sehenswert ist auch ein kleiner Hanuman-Tempel, der mit einer bekannten Episode aus dem Ramayana-Epos verbunden ist.

Corbett National Park
Der landschaftlich beeindruckende Corbett National Park erstreckt sich im indischen Bundesstaat Uttarakhand über die Gebirgsausläufer von Kumaon und ist eines der bekanntesten Wildschutzgebiete im indischen Teil des Himalaya. Er wurde 1936 als erstes Naturschutzgebiet Indiens gegründet und nach dem britischen Großwildjäger Jim Corbett (1875 – 1955) benannt, der in fortgeschrittenen Jahren zu einem engagierten Naturschützer wurde. Das 520 km² umfassende Gebiet am romantischen Ramnaga Fluss wird von einer Pufferzone mit großen Laub- und Salwäldern geschützt. Nur dieser Randbezirk kann von Touristen besucht werden. Das 330 km² große Kerngebiet ist Besuchern nicht zugänglich. Der Corbett Park ist berühmt wegen seiner großen Tigerpopulation; aber es ist nur mit viel Glück möglich, die dem Menschen ausweichenden Raubkatzen zu beobachten. Zu den weiteren im Park lebenden Tieren zählen Elefanten, Krokodile, Schakale, Wildschweine und mehr als 500 verschiedene Vogelarten.

Dharamsala
Dharamsala, ursprünglich eine britische Bergstation auf 1800 m Höhe, liegt im Kangra Distrikt des indischen Bundesstaates Himachal Pradesh. Mehrere tausend Exil-Tibeter haben hier seit 1959 Zuflucht gefunden und ein traditionell tibetisches Gemeinwesen mit verschiedenen Zentren tibetischer Kultur aufgebaut. Der Ort ist ein von Buddhisten aus aller Welt besuchtes Pilgerzentrum und erfrischend frei vom Lärm und Tumult der meisten indischen Städte. Dharamsala teilt sich in das geschäftige Wirtschaftszentrum Lower Dharamsala und das höher gelegene Upper Dharamsala, auch Mc Leodganj genannt, wo die meisten tibetischen Flüchtlinge leben. Ihr Einfluss ist überall sichtbar durch die Errichtung von Tempeln, Schulen, Klöstern und Meditations-Zentren. Mc Leodganj ist als indischer Aufenthaltsort des derzeitigen Dalai Lama weltbekannt. Zu den sehenswerten Gebäuden, die besichtigt werden können, zählen die Residenz des Dalai Lama, das Namgyal Kloster, die Tsuglagkhang Kapelle und einige eindrucksvolle Gebäude aus der britischen Kolonialzeit, wie die anglikanische Kirche St. John in the Wilderness.
Dharamsala ist Ausgangspunkt für verschiedene empfehlenswerte Treks in die grüne Bergwelt der umliegenden Himalaya-Region. Die beste Zeit zum Trekking ist von Mitte August bis Ende Oktober. Die Treks verlaufen in den felsigen Höhenzügen der Dhauladhar Berge, die sich hinter dem Kangra Valley steil bis auf eine Höhe von 4600 m erheben. Es gibt rund um Dharamsala auch viele Möglichkeiten für ein einfacheres oder kürzeres Trekking, wie die Route zum Tora Pass (4575 m), die 10 km von Dharamsala entfernt in Tang Narwana auf einer Höhe von 1150 m beginnt. Eine 2 km lange Wanderung führt nach Bhagsu, von wo aus ein 3 km langer Pfad nach Dharamkot führt. Eine etwas längere Wanderung ist der 8 km Trek nach Triund. Die Schneegrenze von Ilaqa Got ist nur 5 km entfernt.

Gangotri
In der landschaftlich einzigartigen Garhwal Region des indischen Himalaya liegt Gangotri, der heilige Ort an der Ganges-Quelle, 105 km von Uttarkashi entfernt auf einer Höhe von 3042 m. Das Zentrum des Ortes ist der Gangotri Schrein, der als spirituelle Quelle des Ganges gilt. Der Tempel wird jedes Jahr im Mai für die anreisenden Pilger geöffnet und im Oktober oder November an Diwali, dem Tag des hinduistischen Lichterfests, für die Dauer der Wintermonate wieder geschlossen. Der Hindu-Mythologie zufolge ist der Ganges, der heiligste aller indischen Flüsse, die Verkörperung der Göttin Ganga. Ihre Herabkunft wurde dem König Bhagiratha als Lohn für eine strenge Buße gewährt. Die geographische Quelle der Ganga befindet sich 18 km von Gangotri entfernt auf über 4000 m Höhe in Gaumukh am Gangotri Gletscher und ist nur zu Fuß zu erreichen. Die mehrtägige Trekking-Tour führt zuerst über die Baumgrenze hinaus und dann über Serpentinenpfade den Gangotri-Gletscher hinauf in eine karge Fels- und Hochplateaulandschaft mit phantastischen Ausblicken. Auf dem Hochplateau leben in Felshöhlen einige Sadhus, heilige Asketen der Hindu-Tradition, die das ganze Jahr über leichtbekleidet in der eisigen Höhe ausharren. Die Ganga entspringt an der Gletscherzunge aus riesigen Höhlen im Eis. Hier, am Ort der Askese des Bhagiratha, trägt sie noch den “Geburtsnamen” Bhagirathi. Erst nachdem sich das heilige Wasser auf 480 m Höhe mit dem Alaknanda vereint hat, wird es namentlich zum Ganges. Gaumukh, die Geburtsstätte des Flusses, bedeutet “Maul der Kuh”. Der Name ist auf die besondere Form der Gletscherhöhlen zurückzuführen, aus denen das Wasser hervorströmt. Der Trek führt über Tapovan zurück nach Gangotri.

Garhwal-Region
Die landschaftliche reizvolle Garhwal-Region liegt im westlichen Teil des indischen Bundesstaates Uttarakhand. Sie besteht aus schroffen Bergketten, die durch enge Täler und tiefe Schluchten voneinander getrennt sind. Landwirtschaftliche Aktivitäten sind auf die unmittelbare Nähe der Flüsse beschränkt. Der Name der Region geht historisch auf eine Vielzahl von Garhs (Fürstentümer) zurück, von denen jedes seine eigene Festung (garh) besaß. Die höchten Berge liegen im nördlichen Teil der Region. Zu ihnen zählen der Kamet (7756 m), der Trisul (7120 m), der Badrinath (7074 m), der Dunagiri (7066 m) und der Nanda Devi, der mit 7816 m der zweithöchste Berg des Himalaya in Indien ist. Das Nanda Devi Sanctuary ist ein rund um seinen Gipfel gelegener Nationalpark, der 1988 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Seine grandiosen Naturschönheiten können auf verschiedenen Panorama-Wanderungen und herausfordernden Trekkingrouten erkundet werden. Zu den bedeutendsten Pilgerorten, die über etablierte Wanderpfade erreichbar sind, gehören Gangotri, Kedernath und Badrinath. Eine weitere Trekking-Attraktion ist das Valley of Flowers.

Haridwar
Die 214 km von Delhi entfernt gelegene Stadt Haridwar, das “Tor zu den Göttern”, befindet sich im Bundesstaat Uttarakhand und ist eine wichtige hinduistische Pilgerstätte. Aus den Höhen des Himalaya kommend beginnt hier der Ganges seine langsame Reise durch die Ebenen. Zusammen mit Nasik, Ujjain und Allahabad hat Haridwar für Hindus eine besondere Bedeutung. An diesen vier Orten ereignet sich im Wechsel alle drei Jahre das Kumbh Mela Festival, das größte religiöse Fest des Hinduismus, zu dem viele Millionen Pilger, Gläubige und Touristen herbeiströmen. Der Höhepunkt für Hindu-Pilger ist ein rituelles Bad im Ganges, zu dessem Ufer mehrere treppenförmige Ghats herabführen. Das Har Ki Pairi ist das bekannteste und heiligste Ghat in Haridwar. Hier soll der Gott Vishnu seinen Fußabdruck im Felsen hinterlassen haben. Allabendlich findet am Ganges eine Aarti (Verehrungszeremonie mit Feuer) statt, bei der auch Lichter auf das Wasser gesetzt werden und stimmungsvoll den Fluss hinuntertreiben.

Kullu
Kullu wurde einst Kulanthpitha, “das Ende der bewohnten Welt”, genannt. Der Ort befindet sich im Bundesstaat Himachal Pradesh in einer besonders reizvollen Lage auf 1200 m Höhe. Im Hintergrund erheben sich die majestätischen Höhen des Himalaya und am Ufer des Beas-Flusses liegt das von Sagen umwobene “Silver Valley”. Kullu ist das Herzstück eines verschlungenen landschaftlichen Netzwerks, das aus zahllosen Tälern besteht, von denen jedes mit seinem einzigartigen Charakter schöner als das nächste zu sein scheint. Die Berghänge sind bei jedem Wetter spektakulär, ob in strahlendem Sonnenschein oder eingehüllt in den Dunst der Bergnebel. Im “Silver Valley” blühen prachtvolle Bergblumen auf den hochgelegenen Bergwiesen. Hauptwirtschaftszweige sind Kunsthandwerk und der Anbau von Äpfeln, Pflaumen, Mandeln und Erbsen. Die eleganten, handgearbeiten Schals, Umhängetücher und Wollmützen der Region sind begehrte Souvenirs. Eine kulturelle Attraktion ist zwischen Ende Oktober und Anfang November das mehrtägige Dussehra Festival, ein farbenfrohes hinduistisches Fest, das mit Tänzen, Gesängen und Prozessionen den Sieg der göttlichen Kraft über die Mächte der Dunkelheit zelebriert.

Ladakh
himalayas 7_Das zum indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir zählende Ladakh wird auch Kleintibet genannt. Es war früher ein buddhistisches Königreich und ist eine Hochgebirgsgegend, die für die Schönheit ihrer weitgehend baumlosen Berglandschaft und ihre tibetisch-buddhistische Kultur bekannt ist. Traditionelle Gebetsfahnen, Chorten und Klöster gehören zum eindrucksvollen Landschaftbild. Ladakhs Berge ragen in eine Höhe von über 7000 m hinauf, und die Täler liegen auf einer Höhe von 3000 m. Die Region gehört zu den trockendsten Gebieten der Erde. Die wenigen Oasen liegen hauptsächlich an Flüssen und befinden sich fast alle im Besitz einflussreicher Klöster, die auch für die Bewirtschaftung verantwortlich sind. Der wichtigste Fluss ist der Indus. Terrassenfelder mit Bewässerungssystemen reichen bis in eine Höhe von 4500 m und ermöglichen den Anbau von Gemüse und Getreide. In den geschützteren Lagen gedeihen Obst- und Walnussbäume. Die Hauptreisezeit ist von Juni bis September. Von der Hauptstadt Leh aus lassen sich viele interessante Trekking- und Bergsteigertouren unternehmen, die je nach Wunsch von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen dauern können.

Manali
Am Nordende des Kullu-Tals befindet sich am Ufer des Beas-Flusses die alte Stadt Manali, eine wichtige Basis-Station in der Gebirgsregion, die von den Einheimischen liebevoll als “Königin der Berge” bezeichnet wird. Umragt von hohen Berggipfeln liegt der Ort unterhalb der Schneegrenze auf 1950 m Höhe. Das Wort Manali bedeutet “Heimat des Manu” und bezieht sich auf den mythologischen Urvater Manu, dessen Arche in der indischen Version der Sintflutgeschichte bei Manali wieder auf festen Grund aufsetzte. Hier erschuf Manu der Legende nach das menschliche Leben erneut und sorgte für dessen Ausbreitung, weshalb den Hindus die gesamte Region als heilig gilt.
Alle örtlichen Tempel sind berühmte Pilgerstätten. Vor allem für Honeymoon-Touristen ist der Tempel der Göttin Hidimba Devi, der über der Stadt im tausendjährigen Zedernwald von Dhungri gelegen ist, eine wichtige Verehrungsstätte. Die vierstöckige, pagodenförmige Anlage wurde 1553 errichtet und besticht mit exquisiten Schnitzarbeiten. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen auch die vielen tibetischen Tempel und buddhistischen Klöster der Gegend. In wirtschaftlicher Hinsicht ist Manali ein Zentrum für den Obstanbau. Die umliegende Landschaft ist geprägt von traditionellen Lehm- und Steinhäusern und malerischen Obstgärten mit Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen.
Aufgrund des milden Sommerklimas ist Manali ein beliebter Ferienort und eines der Hauptzentren für Bergsteiger im asiatischen Raum. Der Ort liegt am Anfang einer alten Handelsstraße nach Ladakh, die von dort weiter über den Karakorampass führt. Eine großartige Landschaft lädt ein zu zahllosen Trekking-Touren, Bergbesteigungen und zum Adventure-Sport. Das angebotene Spektrum reicht von Hochgebirgs-Touren, Mountainbike-Fahrten, Gleitschirmfliegen und Kayakfahrten bis zu Skiferien und Snowboard-Urlaub.

Mussoorie
Das 34 km von Dehradun entfernt, auf 2000 Meter Höhe gelegene Mussorie, das früher von den Briten für seine “Seenlandschaft” gepriesen wurde, ist mit seinen grünen Hängen und seiner vielseitigen Flora und Fauna eine der populärsten Berg-Stationen in Indien. Mussoories Ruhm gründet sich neben der außergewöhnlich schönen Landschaft auf einem abwechslungsreichen gesellschaftlichen Leben und großartigen Hotels. In Mussorie werden Holzgegenstände, reichbestickte Garhwal-Textilien und Wollkleidung zum Verkauf angeboten. Shoppingzentren sind die Mall (Hauptpromenade), der Kulri Bazaar und der Landour Bazaar. Nachdem der Dalai Lama 1959 aus Tibet geflohen war, ließ er sich zunächst in Mussoorie nieder. Aus diesem Grund kamen viele tibetische Flüchtlinge in den Bergort und blieben dort, auch nachdem der Dalai Lama einige Jahre später nach Dharamsala umzog. Noch heute leben mehr als 5000 Tibeter in Mussorie und prägen mit ihrer Kultur das Erscheinungsbild. In der näheren Umgebung bieten viele touristische Attraktionen, wie Seen, Wasserfälle, Berggipfel und Tempel, interessante Ziele für Trekking-Touren und Ausflugsfahrten. Der bekannteste Naturpfad der Region ist ein Wanderweg mit dem ungewöhnlichen Namen “Camel’s Back Road”.

Rishikesh
Der Weltruhm der kleinen Stadt Rishikesh, die sich 24 km von Haridwar entfernt befindet, gründet sich auf einen Besuch der Beatles, die in den 60er Jahren anreisten, um dort im Ashram ihres Gurus Maharishi zu meditieren. Von drei Seiten durch Hügel eingerahmt, liegt der Ort auf 356 m Höhe inmitten einer reizvollen Umgebung direkt am Ufer des heiligen Ganges, der hier noch durch sein klares Wasser besticht. Rishikesh ist ein traditioneller Platz für die Ausübung von Yoga und Meditation. Eine große Anzahl von Ashrams und Tempeln zieht jährlich viele tausend Touristen und Pilger in die Stadt. Hindus glauben, dass die Meditation an diesem Ort schneller zur Erlösung führt. In Rishikesh florieren etliche traditionelle und neuere Yoga-Zentren, eine Tatsache, die dem Ort zu dem Ruf verholfen hat, die “Yoga-Hauptstadt” der Welt zu sein. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Triveni Ghat und der Bharat Mandir, der älteste Tempel der Stadt. Das Triveni Ghat sollte zum Sonnenuntergang besucht werden, da dies der Zeitpunkt ist, an dem täglich viele Hindus ein Milchopfer in den heiligen Fluss geben. Rishikesh ist außerdem der Ausgangspunkt zu den heiligen Orten im Garhwal-Gebirge. Von hier aus können bekannte Pilgerzentren wie Badrinath, Kedarnath, Yamunotri, Gangotri und Gaumukh erreicht werden. Naturfreunden steht ein großes Angebot an Trekking- und Rafting-Touren zur Verfügung.

Spiti
himalayas 5_Im Schatten des Himalaya-Hauptkamms liegen die dünn besiedelten Täler und Hochebenen von Spiti, die sich durch ein extrem trockenes Klima auszeichnen. Die in kultureller Hinsicht seit über 1000 Jahren vom tibetischen Buddhismus geprägte, karge Bergregion war bis 1992 für Ausländer gesperrt. Sie wurde erst in den späten 90er Jahren für den Tourismus erschlossen und ist mit einer interessanten Mischung aus Natur- und Kulturerlebnissen ein lohnenswertes Ziel für Trekkingtouren und Jeep-Safaris. Die beste Reisezeit ist von Juli bis Oktober. Im sagenumwobenen Hochtal des Spiti-Flusses liegen auf über 4000 m Höhe zahlreiche Dörfer. Die nordöstlichen Gebiete sind bis heute kaum zugänglich. Sehenswürdigkeiten sind die vielen Klöster, von denen das Kloster von Tabo zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Auch die kleine Gompa von Lhalung ist in kunsthistorischer Hinsicht eine Attraktion. Dhankar, die alte Hauptstadt von Spiti, liegt mit ihrem buddhistischen Kloster in einer malerischen Lage auf einem hohen Felsvorsprung.

Uttarkashi
In 99 km Entfernung von Gangotri liegt Uttarkashi, ein wichtiger Pilgerort, dessen Heiligkeit von Hindus oft mit Varanasi gleichgesetzt wird. Uttarkashi liegt in einem weiten Tal, 145 km vom Endbahnhof Rishikesh entfernt, auf einer Höhe von 1352 Meter am Ufer der Bhagirathi. Jedes Jahr versammeln sich hier zu “Magh Mela” (14. Januar) Menschen aus der näheren und ferneren Umgebung, um zusammen mit den Idolen ihrer Gottheiten ein heiliges Bad im Fluss zu nehmen. Uttarkashi ist ein idealer Ort für Wildwasser-Rafting, Bergbesteigungen und Trekkingtouren mit ausgezeichneten Routen. In der näheren Umgebung gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Zu den landschaftlichen Highlights zählen das Nachiketa Tal, das Dodi Tal, die Bhagirathi Senke, der reizende Ort Maneri und Dayara Bugyal, die “Wiese der großen Höhe”. Zu den kulturellen Attraktionen gehört das Jyotir Math, die nördliche der vier klosterähnlichen Einrichtungen, die Anfang des 9. Jahrhunderts von Adi Shankaracharya, dem Erneuerer der vedischen Tradition, als Hauptsitze der vier Shankaracharya-Orden gegründet wurden. Die drei anderen Maths (Klöster) liegen in Puri (Süden), Sringeri (Osten) und Dwaraka (Westen). Ihre Vorsteher, die bis heute den Titel Shankaracharya tragen, gelten den Hindus als unbestrittene Autoritäten und Bewahrer der traditionellen Vedanta-Lehren.

Zanskar
Die von Bergen eingeschlossene Zanskar-Region ist die überwältigendste und abgelegendste Ecke von Ladakh. Nur etwa 10.000 Menschen leben in dem 7000 km² umfassenden Gebiet. Das ehemals buddhistische Königreich liegt zwischen 3500 und 7000 m Höhe in einem Tal des Zanskar-Flusses und seiner Zuflüsse. Die ehrfurchtgebietende Gegend auf dem von Mythen geprägten “Dach der Welt” ist aufgrund ihrer extremen Wetterverhältnisse für einen großen Teil des Jahres vom restlichen Indien abgeschnitten. Der einzige Weg nach Zanskar verläuft über hohe Himalaya-Pässe, die nur zu bestimmten Zeiten geöffnet sind. Die uralten Fußpfade, die das Land kreuz und quer durchziehen, bieten einige der großartigsten Treks im Himalaya. Die karge Landschaft ist von majestätischer Schönheit und die Aussicht immer wieder atemberaubend. In kultureller Hinsicht ist die Gegend mit ihren Chörten (tibetisch für Stupa), Gebetsmauern, Klöstern und im Wind wehenden Gebetsfahnen überall vom tibetischen Buddhismus geprägt. Die Trekking-Routen sind lang, hart und hoch, aber niemals langweilig. Sie verbinden entfernt gelegene Dörfer und Klöster, die im langen Winter vollständig hinter hohen Pässen abgeschnitten sind. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September. Eine beliebte Route führt von Lahaul über den Shingola Pass, der auf einer Höhe von über 5000 Metern auf dem Kamm der größten Himalaya-Bergkette liegt. Wie auch die anderen extrem hohen Pässe, kann der Shingola Pass nur im späteren Sommer überquert werden.

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